Für ihr Projekt „KAP – Kommunikations- und Abrechnungsplattform“ ist die Arbeitsgemeinschaft „Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg“ (IGiB) für den diesjährigen Gesundheits-Branchenpreis dfg-Award nominiert worden. Die IGiB geht in der Kategorie 2 „Herausragende Innovation für das Gesundheitswesen“ an den Start.

Hinter KAP verbirgt sich eine spezielle IT-Plattform, die eine neue Form des schnellen und sicheren Datenaustausches und der Kommunikation zwischen den IGiB-Partnern KV Brandenburg, AOK Nordost und BARMER GEK ermöglicht. „Für die Zusammenarbeit zwischen Kassenärztlicher Vereinigung und Krankenkassen stellt die KAP ein Novum dar“, betont der KVBB-Vorstandsvorsitzende Dr. Hans-Joachim Helming. Sie beschleunige den Datenaustausch zwischen den IGiB-Partnern und vereinfache Arbeitsabläufe. Gerade für das Einpflegen von Daten neuer Versorgungsmodelle biete die KAP eine wertvolle Ergänzung und Entlastung. „So können sowohl wir als auch die Krankenkassen den Service bei Selektivverträgen verbessern“, so Dr. Helming.

Die KAP beruht auf einem Sharepoint-Server der Firma Microsoft. Dieser wird im geschützten Bereich der KVBB betrieben. Die beiden Krankenkassen sind über gesicherte und verschlüsselte Leitungen angebunden. Ein „Abhören“ soll so ausgeschlossen werden. Über ein umfangreiches Rechteprogramm erhalten die jeweiligen Mitarbeiter nur Zugriff auf Informationen und Projekte, für die sie auch berechtigt sind.

Über 40 Mitarbeiter der KVBB, AOK Nordost und BARMER GEK arbeiten derzeit mit der KAP. Auf der Plattform gibt es einen allgemeinen Bereich – die Kommunikationsplattform – für die gemeinsame Projektarbeit. Darauf können alle Partner zugreifen, Dokumente austauschen, ablegen und verwalten. Zudem gibt es so genannte bilaterale Bereiche zu bestimmten Themen, beispielsweise die Abrechnung von Sonderverträgen.

Liegt eine neue Information auf der Plattform, erhalten die berechtigten Mitarbeiter sofort eine E-Mail und können sich die Daten herunterladen. Hochsensible Daten werden nach dem Austausch von der Plattform gelöscht, damit sich keine vertraulichen Daten ansammeln. „Der Datenschutz hat für uns absolute Priorität“, unterstreicht Dr. Helming. Interne und externe Datenschützer hätten das Konzept überprüft und die zuverlässige Funktion sowie die Sicherheit der KAP bestätigt.