Cottbuser „KV RegioMed Bereitschaftspraxis“ wird sehr gut angenommen


Gemeinsame Pressemitteilung von KV Brandenburg, AOK Nordost und BARMER GEK

Rund 2.600 Patienten wurden in der „KV RegioMed Bereitschaftspraxis“ am Cottbuser Carl‐Thiem Klinikum (CTK) seit ihrer Eröffnung im Dezember 2012 bereits behandelt. „Wir freuen uns, dass die Praxis von den Cottbusern so gut angenommen wird“, sagte der Vize‐Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Dr. Peter Noack. Die Auswertungen der Patientenzahlen der ersten Monate seien sehr vielversprechend.

Deutlich über 100 Menschen suchten pro Woche ärztliche Hilfe in der „KV RegioMed Bereitschaftspraxis“. Das Gros davon käme am Wochenende. So wurden im ersten Quartal dieses Jahres allein an den Sonnabenden und Sonntagen durchschnittlich 83 Patienten behandelt, bilanzierte Dr. Noack. Spitzenreiter sei bislang das letzte März‐Wochenende, an dem 122 Hilfesuchende gezählt wurden. Doch auch freitag‐ und mittwochnachmittags – Tage an denen die meisten Arztpraxen in der Regel mittags schließen – gehörten zu den „Stoßzeiten“.

Rund 30 Ärzte absolvieren in der Bereitschaftspraxis ihren Dienst. Die meisten davon sind Allgemeinmediziner. Jedoch gehören auch Internisten, Hautärzte und Chirurgen zum Team.

„Eines unserer Ziele ist, dass die Patienten nicht automatisch im Erkrankungsfall in die Rettungsstelle des Krankenhauses gehen, sondern stattdessen bei leichteren Beschwerden die Bereitschaftspraxis
aufsuchen, um schneller versorgt zu werden“, sagte die Geschäftsführerin der brandenburgischen BARMER GEK, Claudia Korf. Die Cottbuser „KV RegioMed Bereitschaftspraxis“ sei hier auf einem sehr guten Weg. BARMER GEK und AOK Nordost hatten das Projekt im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg“ (IGiB) zusammen mit der KVBB entwickelt.

Im Namen der drei Träger des Projektes dankte Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost, dem CTK für die breite Unterstützung bei der Errichtung der „KV RegioMed Bereitschaftspraxis“ in den Räumen des Krankenhauses. Neue Versorgungsformen benötigten kooperatives Denken. Dies sei ein lebendiges Beispiel dafür.

Ein weiteres Plus der Cottbuser Bereitschaftspraxis sei, dass seit 15. April auch die seit vielen Jahren von Vertragsärzten im Klinikum betriebene kinderärztliche Sprechstunde in die Bereitschaftspraxis einbezogen wurde, betonte Till Frohne, Prokurist des CTK. Damit könnten auch weiterhin die kleinen Patienten bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen außerhalb der Sprechzeiten der niedergelassenen Kinderärzte medizinisch versorgt werden.

Die „KV RegioMed Bereitschaftspraxis“ ist montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 20 Uhr, mittwochs und freitags von 13 bis 18 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Diese Zeiten gelten sowohl für die allgemeinärztliche als auch die kinderärztliche Sprechstunde.