Interview zu agneszwei

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    agneszwei Fachkraft

    Interview: Dank agneszwei mehr Ressourcen für eine umfassende Betreuung

    Dipl.-Med. Ruchi Kassem, Hausarzt aus Guben, berichtet im Gespräch über seine Erfahrungen mit einem agneszwei-Fallbegleiter in der eigenen Praxis.

    Seit 2013 arbeiten Sie mit einer agneszwei-Fachkraft, Denny Tarnick, in Ihrer Praxis. Welche Voraussetzungen sind für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendig?

    Ein belastbares Arzt-Patienten-Verhältnis ist von Vertrauen geprägt. Unsere Patienten können sicher sein, dass das gesamte Praxisteam jeden Tag sein Bestes für ihr Wohl leistet. Diese Philosophie leben wir nicht nur in der Praxis, sondern auch bei unseren Hausbesuchen. Hierzu gehört auch eine offene Kommunikationskultur. Gemeinsam mit Herrn Tarnick haben wir daher von Anfang an sichergestellt, dass unsere Patienten über agneszwei, die Vorteile sowie die Rahmenbedingungen, durch direkte Gespräche und in Form von Flyern informiert sind.

    Welche Rückmeldungen erhalten Sie von den Patienten, wenn Herr Tarnick anstatt Ihnen zu den Hausbesuchen kommt?

    Unsere Patienten und ihre Angehörigen schätzen Herrn Tarnick als kompetenten Ansprechpartner für administrative Fragestellungen und als Ratgeber zu verschiedensten Fragen des Gesundheitswesens. Er kann sich im Rahmen seiner agneszwei– Tätigkeit auch Zeit für Anliegen nehmen, die nicht originär einen medizinisch- diagnostischen oder therapeutischen Hintergrund haben. Das Feedback unserer Patienten ist daher sehr positiv, und sie möchten das agneszwei– Programm keinesfalls missen.

    Die Ausbildung zur agneszwei läuft parallel zum Job. Wie sind Sie in der Praxis – und wie ist auch Herr Tarnick – mit dieser Mehrbelastung umgegangen?

    Die Ausbildung zur agneszwei führt sicherlich während der Schulungsphase zu einer angespannteren Arbeitssituation für das gesamte Praxisteam. Etablierte Praxisabläufe und Prozesse müssen auf weniger Schultern verteilt werden. Dies ringt von jedem Einzelnen zusätzliches Engagement ab. Als Team waren wir allerdings in der Lage, auch diese Herausforderung zu meistern. Unsere Motivation lag vor allem in der Überzeugung, dass uns agneszwei bereits mittelfristig in unseren Praxisroutinen Entlastung bringen wird und wir in Summe mehr Ressourcen für eine umfassende Betreuung unserer Patienten haben werden. Herr Tarnick ist von Anfang an sehr motiviert in die Ausbildungsphase gegangen. Durch die Rückendeckung des gesamten Praxisteams hatte er Freiräume, um sich gezielt auf den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu fokussieren

    Würden Sie auf Basis Ihrer Erfahrungen auch den Kollegen empfehlen, mit einer agneszwei zu arbeiten?

    agneszwei stellt aus meiner Sicht ein wichtiges Instrument dar, um die Versorgungssicherheit in Brandenburg zu gewährleisten. Es entlastet den Arzt von gewissen administrativen und logistischen Fragestellungen. Darüber hinaus komplettiert es den originären Wirkungsbereich eines Hausarztes und gibt Patienten und deren Angehörigen die Chance, sach- und fachgerechte Antworten auf Fragen außerhalb des medizinischen Spektrums zu erhalten. Aus meiner Sicht ist die Zusammenarbeit mit einer agneszwei-Fachkraft empfehlenswert. Hierfür ist es allerdings notwendig, dass die Praxisabläufe an die zusätzlichen Aufgaben und den erhöhten logistischen Aufwand angepasst werden.

    Haben Sie Wünsche oder Anregungen, wie das Konzept der agneszwei noch verbessert werden könnte?

    Aus Hausarztsicht wäre es empfehlenswert, die im Rahmen von agneszwei erbrachten Leistungen allen Versicherten zu gleichen Konditionen anbieten zu können. Nur so ließe sich auch sicherstellen, dass eine verbesserte Betreuung zu Hause nicht vom Versicherungsverhältnis abhängt. Mein Wunsch ist es, dass dieses Programm auch in der Zukunft Bestand haben wird.

    Herr Kassem, vielen Dank für das Gespräch.

     

    (Quelle: KV-Intern 2/2017)

    Unser Service für Sie

    Fragen rund um die Schulung: Gert-Günter Krenkel 0331/23 09 198
    Informationen zu den agneszwei-Verträgen: Birgit Schultze 0331/23 09 217

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